Verantwortungsvolles Spielen
Glücksspiel sollte in erster Linie der Unterhaltung dienen – nicht als Möglichkeit, Geld zu verdienen oder finanzielle Probleme zu lösen. Spielen Sie stets verantwortungsbewusst und setzen Sie nur Einsätze, deren Verlust Sie sich leisten können. Behalten Sie die Kontrolle über Ihr Spielverhalten.
Altersverifikation
Die Teilnahme an Glücksspielen ist in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt. Einige Spielformen oder Anbieter können ein höheres Mindestalter vorschreiben (z. B. 21 Jahre). Bitte beachten Sie das in Ihrer Region geltende gesetzliche Mindestalter. Glücksspielanbieter sind verpflichtet, Ihr Alter zu verifizieren, bevor Sie spielen dürfen. Spielen Sie niemals, wenn Sie noch nicht volljährig sind.
Warnsignale für problematisches Spielverhalten
Achten Sie auf folgende Anzeichen, die auf ein problematisches oder pathologisches Spielverhalten hindeuten können:
- Sie jagen Verlusten hinterher, um verlorenes Geld zurückzugewinnen.
- Sie verheimlichen Ihr Glücksspiel vor Familie, Freunden oder dem Arbeitgeber.
- Sie setzen mehr Geld ein, als Sie sich eigentlich leisten können, oder leihen sich Geld zum Spielen.
- Sie vernachlässigen Beruf, Ausbildung, Hobbys oder soziale Kontakte wegen des Spielens.
- Sie fühlen sich nach dem Spielen schuldig, gereizt oder depressiv.
- Sie versuchen erfolglos, mit dem Spielen aufzuhören oder Ihr Spielverhalten zu reduzieren.
- Sie lügen über die Höhe Ihrer Einsätze oder die Zeit, die Sie mit Glücksspiel verbringen.
- Sie nutzen Glücksspiel, um vor Problemen oder negativen Gefühlen zu fliehen.
Wenn eines oder mehrere dieser Anzeichen auf Sie zutreffen, sollten Sie Ihr Spielverhalten kritisch hinterfragen und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Selbsthilfe-Tools
Nutzen Sie die folgenden Instrumente, um Ihr Spielverhalten zu kontrollieren und Spielpausen einzulegen:
- Einzahlungslimits: Legen Sie eine maximale Summe fest, die Sie pro Tag, Woche oder Monat einzahlen können.
- Verlustlimits: Begrenzen Sie den Betrag, den Sie innerhalb eines bestimmten Zeitraums verlieren dürfen – automatische Sperre bei Erreichen.
- Realitäts-Checks: Lassen Sie sich regelmäßig daran erinnern, wie lange Sie bereits spielen, um den Überblick zu behalten.
- Selbstausschluss: Sperren Sie sich selbst für einen bestimmten Zeitraum oder dauerhaft von Ihrem Spielerkonto. In Deutschland steht hierfür auch das zentrale Sperrsystem OASIS zur Verfügung, das für lizenzierte Anbieter verpflichtend ist.
- Abkühlungsphasen: Nutzen Sie kurze Pausen (24 Stunden bis mehrere Wochen), in denen Sie keinen Zugriff auf Ihr Konto haben.
Alle seriösen lizenzierten Online-Casinos bieten diese Schutzfunktionen in Ihrem Kundenkonto an. Machen Sie davon Gebrauch, bevor es zu Problemen kommt.
Hilfsangebote und Beratungsstellen
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Spielverhalten außer Kontrolle gerät, zögern Sie nicht, kostenlose und anonyme Hilfe in Anspruch zu nehmen. In Deutschland ist die zentrale Anlaufstelle:
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Telefonische Beratung: 0800 1 37 27 00 (kostenlos, anonym, täglich 10–22 Uhr)
Online: www.spielsucht.info oder www.bzga.de
Für Spieler aus anderen Ländern stehen ebenfalls spezialisierte Organisationen zur Verfügung:
- Vereinigtes Königreich: GamCare – www.gamcare.org.uk, Telefon: 0808 8020 133
GamStop (Selbstausschluss) – www.gamstop.co.uk - Australien: Gambling Help Online – www.gamblinghelponline.org.au, Telefon: 1800 858 858
- Kanada: Responsible Gambling Council – www.responsiblegambling.org
- USA: National Council on Problem Gambling – www.ncpgambling.org, Telefon: 1-800-522-4700
- Andere Länder: Bitte wenden Sie sich an die nationale Glücksspielbehörde oder eine lokale Suchtberatungsstelle in Ihrem Heimatland – eine Suche nach „Spielsucht Hilfe [Land]“ liefert in der Regel verlässliche Kontakte.
Handeln Sie jetzt
Wenn Sie Anzeichen für problematisches Spielen bei sich erkennen oder sich Sorgen um eine nahestehende Person machen, suchen Sie bitte umgehend Unterstützung. Ein offenes Gespräch mit Freunden oder Familie sowie die Kontaktaufnahme zu einer der oben genannten Beratungsstellen sind wichtige erste Schritte. Sie sind nicht allein – Hilfe ist verfügbar, kostenlos und vertraulich. Nutzen Sie die Selbsthilfe-Tools und nehmen Sie bei Bedarf professionelle Beratung in Anspruch, bevor sich das Spielverhalten verfestigt.